IBIZA – Ein Tatsachenbericht aus einer anderen Welt

TRIFFT SONNENSCHEIN AUF GUTEN WEIN MUSST DU IN IBIZA SEIN

Wenn die Flugzeuge zum Greifen nah über deinen Kopf fliegen, aus jedem noch so kleinen Shop Live-Dj Musik erklingt und ein 0,3 l Mineralwasser 11 Euro kostet, dann kann das nur eines bedeuten: Willkommen auf Ibiza! Ein Einblick in das Leben der Reichen und Schönen, überteuerte Partys und ein wohl einzigartiger Lifestyle: Wir haben uns 3 Tage in das legendäre Ushuaia Hotel am Playa d’en Bossa einquartiert um uns das Ganze aus der Nähe anzusehen.

Bereits die Ankunft am Aeropuerto de Ibiza (Kommentar von Lukas: Flughafen) um etwa 18:30 Uhr begann spektakulär. Nach einer Punktlandung unseres Piloten auf einer Landebahn, die nur wenige Meter hinter dem Mittelmeer beginnt ließen wir zügig hunderte von Touristen hinter uns, die noch auf ihre Koffer warteten. Für unseren Kurztrip begnügten wir uns mit Handgepäck, was unseren Chauffeur doch etwas verwunderte, der uns mit einem breiten Lächeln, einem Schild mit unseren Namen sowie einer nagelneuen Mercedes X-Klasse begrüßte. „You are VIP, and we know it!“, las es sich auf der Nobelkutsche. Wir waren gespannt ob das Hotel die nun doch vorhandenen hohen Erwartungen erfüllen würde. Hola, hola, hola Ibiza!

Die Fahrt ins Ushuaia Hotel gestaltete sich kurz und kurzweilig. Unser Fahrer unterhielt uns mit Geschichten aus der spanischen Insel und, wie könnte es auch anders sein, mit Musik. Bereits von Weitem imponierte der neu renovierte Ushuaia-Tower, mit riesigen Blumenblüten und Ranken verziert an der Küste des Play d’en Bossa. Ein roter Kolibri sorgte für den Eyecatcher, der sich durch das ganze Hoteldesign durchziehen sollte.

Am Balkon dieser Suite zeigt sich, warum es hier „Top Of The World“ heißt!

Die duftende Eingangshalle…

Erinnerung von Dominik

In der Lobby des Hotels wurden wir freundlich begrüßt: Welcome to Ushuaia! Der Begrüßungsdrink wurde in Form eines zu groß geratenen Smarties serviert, dessen Konsistenz an den Film „Flubber“ erinnerte. Auf unsere fragenden Blicke hin bekamen wir Anleitung zum Konsum: einfach trinken. Kaum berührte der Flubber-Smartie unseren Gaumen, platzte er auch schon und bereitete uns ein Erlebnis, das unsere Geschmacksrezeptoren Salsa tanzen ließ! Arriva! Als Nächstes beschenkte man uns mit einem goldenen Band, welches an unsere Handgelenke angebracht wurde. Die Aufschrift lässt verlauten, wie wir uns die nächsten Tag fühlen sollen: „THE KING“.

Einfach nur pure Dankbarkeit! Unglaublich die Location von der ersten Sekunde an! – Lukas

Gespannt machten wir uns auf den Weg in unser Zimmer, dessen Türe sich bei Kontakt mit dem Goldband öffnete. Der Anblick der 65 Quadratmeter „Anything Can Happen Suite“ führte unseren Herzrhythmus kurzfristig in gefährliche Sphären. Im knalligen Design imponierte das violette King-Size Bed, die durch das Zimmer gezogene Bar sowie eine verstellbare elegante weiße Couch. Von der Decke hingen Glaskugeln, die Lichtelemente beinhalteten, der Flat Screen zeigte sich mit einer xBox360 bestückt und die Tropen-Regendusche wartete nach unserer Anreise freudig darauf benutzt zu werden. Letztere wurde jedoch aus dem Bewerb eliminiert als wir die Tür zur Terrasse öffneten: Neben einem gigantischen Ausblick auf das Meer und Ibiza-Stadt stach sofort der Jaccuzzi ins Auge, der uns sprudelnd-freundlich auf eine kühle Erfrischung einlud. Ein Whirlpool auf dem Balkon? Kann man schon mal machen! On top beeindruckte uns ein perfekter Blick auf die Bühne des Ushuaia Open Air Clubs, in welchem bereits die Pre-Party stieg, die noch am selben Abend durch den Act von „Dimitri-Vegas und Like“ ihren Höhepunkt erfahren sollte. Ein gewaltiger Anblick aus dem siebten Stock des Luxushotels.

„Geld darf hier keine Rolle spielen“ – Lukas

Hungrig von der Anreise bestellten wir uns aber zunächst etwas zu essen, welches uns für schlappe 96 Euro auf‘s Zimmer serviert wurde. Der Ushuaia Burger und das Sandwich schmeckten aber genauso himmlisch wie man es sich nur vorstellen konnte und die gigantische Fruchtplatte ließ uns tatsächlich glauben, dass wir in diesem Hotel wie Könige behandelt werden sollten.nNach einem Bad im Jacuzzi hieß es dann: !Vamos! Auf in das Party-Geschehen!

Genießen und erleben - die Mega-Suite im Ushuaia Ibiza!
Die „Top Of The World“-Suite des Ushuaia Ibiza ist ein wahrer Augenschmaus für sich!

Wir benutzten die VIP-Tür des Ushuaia um direkt in den Open Air Club zu gelangen, der zu den besten Clubs der Welt zählt und garantiert ein Ferrari unter den Anbietern der Partywelt ist. Ein reguläres Ticket für die Partys hier kostet je nach Act zwischen 35 und 80 Euro, ist jedoch für Hotelgäste bereits im Zimmerpreis inkludiert. Kaum angekommen begann der Kampf um die erste Reihe, vorbei an der teilweise-betrunkenen (was schwer glaubhaft ist bei den Alkoholpreisen) Menschenmenge aus mehreren tausend Personen, die mit uns das volle Partyerlebnis vor der Bühne aufsaugen wollten. Und tatsächlich erlebten wir Faszination in seiner Reinform, ab dem Moment, als sich die Bühne direkt vor uns „öffnete“ nachdem wir das Zentrum der „Tanzfläche“ erreicht hatten. Es bot sich ein unglaubliches Bühnendesign, welches täglich erneuert und umgebaut wird. Für heute stand dieses Design im Zeichen des Paradies‘, dessen Wächter ein riesengroßer, mit den Flügeln schlagender Schmetterling darstellte. Unglaublich. Weder an Feuerwerk, Leuchtstäben noch an Girlanden und Konfettis wurde an diesem Abend gespart. Und weil das Ushuaia eben an die Liebe zum Detail glaubt, wurden letztere in Form von Schmetterlingen zurechtgeschnitten.

Da wir nur selten Alkohol trinken, gönnten wir uns lediglich eine Cola und genossen die fantastische Stimmung dieses ersten Abends, feierten und tanzten aber, als hätten wir bereits zwei Liter der Champagner-Flaschen Intus, die hier zum Preis von bis zu 6000,00 € zu erwerben sind, („Adrenalin sei Dank“). Pünktlich um 24 Uhr jedoch gehen die Lichter im Ushuaia Club aus – und die 4000 Besucher aus aller Welt müssen wieder nach Hause…doch:

A little party never killed nobody!

Das bedeutete keineswegs das Ende unserer ersten Party-Nacht auf Ibiza. Zahlreiche hochkarätige Clubs und Bars luden uns zum Weiterfeiern ein. Wir entschieden uns für das neu-renovierte „Pasha“. In dieser Nacht sollte Martin Solveig die Crowd rund um die weltberühmte Kirsche bespielen. Für einen qualitativen Act wie diesen erwarteten wir uns einen dramatischen Eintrittspreis, welcher sich schlussendlich mit 35 Euro pro Person noch knapp im Rahmen hielt (für Ibiza-Verhältnisse).

Im Club selbst zeigte sich um etwa 1 Uhr morgens noch relativ wenig los. Wir nutzten die Zeit und erkundigten uns nach einem privaten Tisch, welcher mit einem einzigartigen Blick über das Pasha lockte. Die Managerin präsentierte uns voller Stolz den VIP-Bereich und beantwortete alle unsere Fragen. Das Resümee: Ein Tisch zu zweit kostet schlappe 2000 Euro für eine Nacht, welche gleichzeitig den Mindestumsatz darstellt (ganz ehrlich: auf Ibiza nicht schwer auszugeben). Als netter Überraschungseffekt bekommt man die Frauen gleich mit dazu, zumindest helfen diese beim Konsumieren und verzieren die Männer mit dem nötigen Klischee: „Wer Geld hat muss sich um den Rest keine Sorgen mehr machen.“

An diesem Abend schienen wir Glück zu haben, denn neben einem VIP-Tisch wurde uns hier alles Mögliche an Extraleistungen angeboten. Von der „Direct Stage“-View bis zur 0,75 Flasche Belvedere-Vodka lehnten wir jedoch dankend ab und genossen den (wie man schon zugeben muss) genialen Sound des Clubs vom Stehbereich aus und gönnten uns ein 0,3l Mineralwasser für „gerade mal“ 11 Euro pro Person. Geld, welches man auch auf andere Art & Weise besser investieren kann.

Erinnerung von Lukas
Als wir uns von der Ekstase unserer Begeisterung erholen wollten und nach Draußen marschierten um Luft zu schnappen bemerkten wir, wie die Stimmung in vielen Gesichtern etwas eingeschlafen wirkte. An den ledernen Couchtischen vor dem Club konnte man die Motivation vieler Gäste nur suchen, doch nicht finden. Da sich dieser Platz aber als „Take a Rest“ gut anbot, platzierten wir unsere natürlichen Hintern (das muss man hier leider anmerken) auf den Sesseln und wussten gleich, warum die Stimmung hier so schläfrig wirkte. „Das ist ein absoluter Traum hier zu sitzen“, bestätigte mir Dominik. „Da wundert es mich nicht, dass du gleich einschläfst“, lachte er seiner Sitznachbarin und deren Freundin entgegen, die müde zusammengekauert in ihrer Ecke lagen. „Nein“, meinten diese nur in gutem Englisch. „Die Musik ist schlecht, die Party gefällt mir nicht, die Leute sind alle kritisch…das ist halt anstrengend.“ Die Antwort gefiel mir nicht. Wir sind in Ibiza, dem Ort, der zu den größten Partyoasen der Welt zählt, hier kann man doch nicht die wenige Zeit, die wir haben mit blankem Rumsitzen verschwenden, oder davon reden, dass die Musik schlecht ist, während drinnen Stars wie Sven Väth, oder Martin Solveig die Masse zum Toben bringt. „Du willst eine gute Party haben?“, fragte ich eine der jungen Damen. Sie nickte nur. „Na dann gilt Folgendes: Folge den drei magischen Regeln der Motivation!“ Die beiden Freundinnen schauten uns ein Stück weit verzweifelt an, doch was jetzt kommt hat einen langen Erfahrungs-Hals wie eine Giraffe und funktioniert tatsächlich:

  1. SETZE DICH GERADE HIN
    Keiner möchte mit jemandem quatschen, der so aussieht, als ob er innerhalb kürzester Zeit einschläft oder die Motivation eines Goldfisches in sich trägt. Eine gerade Sitzhaltung in solchen Situationen macht bereits einiges aus und motiviert ungemein bereits daher, dass das Blut ganz anders gepumpt wird. Ein richtiger Erfolg kann aber nur in Verbindung mit den weiteren zwei Schritten funktionieren.
  1. SPRICH MIR NACH
    „ICH BIN MOTIVIERT!“, schrie ich sie an. „Was für eine geile Musik!“, wiederholte ich und nahm dabei die wenigen Blicke meiner Umgebung in Kauf. Die beiden mussten lachen, begannen aber die Übung umzusetzen und wir schrien uns gegenseitig kurzzeitig an, wie motiviert wir sind und wie sehr wir Bock auf die Party haben und siehe da….sie wachten langsam auf aus ihrem Tiefschlaf und waren bereits innert weniger Sekunden die motiviertesten Ladies der ganzen Sitzbank (und das heißt schon was…). Achtung – Punkt 3 ist essenziell!
  1. SEI DIE PARTY
    Du möchtest eine geile Party haben, die unvergesslich ist und bei der du Leute kennenlernst, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen oder einen Status aufzuzeigen? Dann SEI DIE PARTY und sei der Mensch, mit dem andere sehr gerne Zeit verbringen. Das schaffst du nur, wenn du mit einem Lächeln in eine Unterhaltung gehst und dich auch mit einem Lächeln konsequent durch den Club mogelst. Keiner tanzt? Perfekt! Eröffne die Tanzfläche. Jemand steht alleine an der Bar? Biete ihm einen Drink an, sage „Gracias!“ und verlasse ihn. Er wird es dir später danken! Lebe den Abend und kümmere dich darum, dass es dir GUT geht! Lass andere daran teilhaben und der Abend wird zu einem Erlebnis!

Verständlicherweise könnt ihr euch denken, dass der Abend nach dieser Anleitung tatsächlich für die Beiden funktionierte und wir als Quartett den Abend zu einer gelungenen Erinnerung formen konnten. Ich bin einfach nur dankbar und eigentlich fehlen mir die Worte dafür, wie unheimlich schön die Zeit in Ibiza wirklich war. Ich bin einfach nur glücklich!

Erinnerung von Dominik:
Um 5 Uhr morgens ging es dann via Taxi zurück ins Hotel. Sind die Preise auf Ibzia in höhere Sphären gelangt, so schienen die Taxiunternehmen davon verschont geblieben zu sein. 16 Euro kostete die 10 minütige Fahrt vom Pasha ins Ushuaiai. Müde aber glücklich zogen wir die Blackout-Vorhänge unserer Suite zu und versprachen uns zumindest 5 Stunden zu schlafen. Tag 1 soll ja schon bald kommen! 🙂


Genuss hat einen Namen „Ushuaia“ Hier trifft Leidenschaft auf Kulinarik!

Frühstücken wie ein Gott – Tag 1

Was für ein Morgen! Unser Versprechen 5 Stunden zu schlafen hat sich nicht ganz ….nun gut – ja, unser Vorhaben wurde gekreuzt als wir uns bereits um 8 Uhr für einen Plantsch im Jaccuzzi entschieden. Warum? Der Blick von der Terrasse: einfach unbezahlbar! Und ganze ehrlich: schlafen kann man zu Hause auch. So saßen wir bereits um 9:30 in alter Frische am Meer, um das nächste weltberühmte Highlight des Hotels zu genießen: das Frühstück. Manch einer sagt, er würde lediglich für diese Mahlzeit nach Ibiza fliegen. Wer auch immer es war, wir können es nur bestätigen. Freudig wurden wir bereits am Eingangsbereich empfangen und zu unserem Tisch geleitet. Untermalt wurde der Gang durch Katermusik vom Feinsten, was bei unserem nüchternen Zustand aufs Größte akzeptiert und zelebriert wurde. Das Frühstücksbuffet selbst gliederte sich in vier Teile: im ersten Bereich fanden sich, wie könnte es auch anders sein, alle nur erdenklich Sorten von Kaffee, aber auch Tee und Milch. Wer noch in Feierlaune war konnte dort weitermachen wo man in Ibiza am Vorabend aufhört: Champagner.

Es folgte die Smoothie/ Fruchtsaft-Ecke. Hier wurde alles frisch zubereitet, wobei man sich in der ausufernden Topping-Auswahl (von Schoko-Streuseln in aller Variation, über Früchte bis hin zu Marshmellows (!)), kaum entscheiden konnte. Diese Herausforderung zog sich schlussendlich durch das ganze Buffet. Die Brotvariationen, welche rund um ein Auto (!) ausgelegt war inkludierte sämtliche Sorten, die man sich nur vorstellen kann. Inklusive glutenfrei.

Eier in sämtlichen Variationen wurden live mit viel Liebe zubereitet. Daneben fand sich alles rund um‘s English und American Breakfast, erstreckend bis zum Kaviar sowie eine italienische Ecke (welche interessanterweise auch das Müsli-Sortiment beinhaltete), in dem Parmesan und frischer Proscuitto zubereitet wurde. Es ist wohl wahrscheinlicher einen Lotto 6er zu machen als in dieser Auswahl nicht glücklich zu werden.

Während wir rätselten wie wir uns am Besten durch dieses gigantische Frühstücksangebot durcharbeiten sollten, verkürzten wir uns die Zeit und gönnten uns Popcorn aus der Maschine, welches (wir konnten es uns einfach nicht anders erklären) die Entscheidungsfindung zum Frühstücksbuffet erleichtern sollte. Zur Draufgabe entdeckten wir noch den Dessert-Bereich: neben verschiedensten Torten, einem Schokobrunnen und dazugehörend allen möglichen Arten von Obst (sehr zu empfehlen: die teuerste Frucht der Welt, die Drachenfrucht), stand einfach mal ein Riesenrad, dessen Gondeln mit allen möglichen Süßigkeiten gefüllt waren. Wem das noch nicht ausreichte, der konnte sich an der Eismaschine nebenan bedienen. Und wer der Meinung war, Frühstücken sei überhaupt nicht seine/ihre Welt und gleich zum Mittagessen übergehen wollte, kam auch an diesem schönen Tag im Ushuaia auf seine/ ihre Kosten. Denn gleich neben der Smoothie Bar fand sich, wie könnte es auch anders ein: ein Dönerstand. Also dann, Mahlzeit!  Während wir uns in den kulinarischen Himmel begaben stellten wir fest, dass die Katermusik live von einem Künstler mit Gitarre performt wurde. Also ganz ehrlich: einfach unglaublich! Zweieinhalb Stunden und gefühlte 10.000 Kalorien später rollten wir vom Strand zurück in unser Zimmer.

So sehen über 2000 begeisterte Party-Gänger aus, die sich vor dem Ushuaia einfinden um die Nacht zum Tag zu machen!

Auf dem Weg dorthin lockte bereits die nächste Party: dieses Mal am Pool. Dort sonnten sich die Reichen und Schönen und zeigten was sie haben – sowohl körperlich als auch finanziell. Insider (Mitarbeiter und andere Hotelgäste) zwitscherten uns hier die unglaublichsten Geschichten der Hotelgäste. Angefangen von Tagesumsätzen über 20.000 Euro am Pool pro Person bis hin zu Urlaubern, die sich aus den Abfällen ein goldenes Armbändchen gefischt und dieses mit Kaugummi wieder zusammengeklebt hatten um in das Hotel zu gelangen. Ein Tag im Ushuaia ist vielen doch so einiges wert. Absolut logisch unserer Meinung nach, denn was man hier erlebt, das erlebt man wahrscheinlich nur an den wenigsten Plätzen des Erdballs. In einem abgesperrten Bereich ließen sich Damen des Hotels mit Meerjungfrau-Flossen in Privatpools gleiten, während sich Mann und Frau in der Sonne sulten oder sich von den nach-Bereichen-geordneten Kellnern über „Essen am Pool“ beraten ließen.

Auch wir wollten das Ganze aus der Nähe beobachten und legten uns entspannt in die Sonnenliegen am Pool (die übrigens im Hotelpreis inkludiert sind). Natürlich darf auch hier die Unterhaltung nicht fehlen. Dafür hat sich das Team so einiges einfallen lassen. Zwei Frauen tanzten und zeigten ihre körperliche Flexibilität am Pool. Als wäre das noch nicht genug, passierte die Performance in einem Cyber-Glitter-Pailetten-Outfit. Nur die Augen der Damen schauten noch aus dem Kostüm heraus. Wir fühlten uns so ein bisschen wie im nächsten Jahrhundert angekommen. Der Auftritt wurde (wie könnte es in Ibiza auch anders sein) von elektronischer DJ-Musik untermalt. Kaum hatten die Cyber-Ladies das Poolareal verlassen, trat ein Saxophon-Spieler auf den Poolrand und begeisterte mit einer Live-Performance die Partygänger. Was tut man nicht alles um die Menschen hier zu unterhalten. Absolut begeistert waren wir von der Vielfalt an Optionen und Möglichkeiten seitens des Hotels.

Erinnerung von Lukas
Dass wir knapp drei Stunden später den Pool verließen hatte nur mit Einem zu tun: ab an die Arbeit. Denn wenn sich Dominik und ich im Urlaub befinden, dann nicht nur zur Bespaßung, sondern auch dafür uns in unserem Schaffen weiterzuentwickeln und das Beste aus den Momenten zu ziehen. Wir selbst hatten daher die Möglichkeit genutzt und einen Termin mit dem Ushuaia-DJ Jeremiah Asiamah und seinem Management vereinbart. Weil uns diese Geschichte besonders am Herzen lag, war es uns ein Anliegen mit dem Upcoming Star-DJ ein Interview für unseren Podcast zu machen. Aufgrund der Knappheit seiner Ankunft und der-damit-verbundenen kurzen Zeitdauer verschoben wir das Interview auf später. Während sich Dominik für knapp zwei Stunden hinlegte nutzte ich die Gelegenheit Jeremiah live als erster, tanzender Gast auf der Mainstage zu erleben.

Der junge Engländer hat zwar erst eine große zweistellige Anzahl an Auftritten hinter sich, gehört aber bereits jetzt zu den meist-gefragten DJs in England. Dass er als Vor-Act vor dem Stargast und Headliner „Tinie Tempah“ in einem der größten Clubs weltweit auflegen durfte begeisterte den Future-Producer und Radiosprecher, der sich mit seinem Talent an den Turntables aktiv sein eigenes Imperium schafft. Diese Begeisterung durften wir live miterleben und trafen den jungen Herrn kurz nach seinem Auftritt – aber noch vor Tinie Tempah zum Interview in unserer Hotel-Suite, wo er uns von seinem Leben, seinen Träumen und seinen Zielen erzählte. Nach dem Interview, welches an Freundlichkeit kaum zu überbieten war, hieß es nur noch eines:“ Let’s celebrate, my friend!“ und die Party stieg. Du willst das ganze Interview hören? Hier geht‘s zum Podcast: https://soundcloud.com/2excited/inspiring-times-with-jeremiah-asiamah-17

Erinnerung von Dominik

Noch vor dem Interview wurde aber zu Abend gegessen – und zwar nicht irgendwo im Hotelzimmer wie in der Nacht davor, sondern dort, wo es am Schönsten ist: Im hauseigenen Nobel-Restaurant. Und das nicht in irgendeinem. Das Steakhouse „Montauk“ gehört zu den absolut Besten seiner Klasse. Sogar Fußballstar Christiano Ronaldo hat hier schon gespeist. „Dann muss es wohl gut sein“, dachten wir uns und reservierten einen Tisch für 19:30 Uhr.

Da das Restaurant erst um diese Zeit öffnete und wir die ersten Gäste waren (Wer zuerst kommt mahlt zuerst) wurden wir gleich von fünf Kellnerinnen und Kellnern mit einem fröhlichen: „Hola, hola!“ begrüßt. Das Design des Restaurants ist auf alle Fälle schwer zu beschreiben, aber in seiner Reinform ein garantierter Augenschmaus der zwischen edlem Interior und hochkarätiger Architektur keine Lücken lässt. Auch wenn die Preisliste der Speisekarte dementsprechend an Ibiza angelehnt war wussten wir, dass die Verpflegung hier so einmalig ist, dass wir an einem Verzehr dieser Speisen kaum herumkommen würden. Da wir uns dann aber nur schwer für ein Steak entscheiden konnten, brachte man uns vor den gläsernen Kühlraum und erzählte uns Geschichten rund um das Leben der Rinder, die nun in Form einer Fleischkeule darauf warteten um stolze Preise verkauft und konsumiert zu werden. Schlussendlich wurde sogar ein Probe-Steak an unseren Tisch gebracht, der Faserverlauf und Fettanteil präsentiert, um uns die Entscheidung zu erleichtern.

Schließlich entschieden wir uns für ein herrliches T-Bone Steak, dessen Ursprung einmal auf einer schönen Schweizer Alm gegrast haben soll. Wir sind mehr als gespannt. Zuerst gab es aber noch die Vorspeise. Diese wurde, wie auch alle anderen Gänge, mehr zelebriert als serviert, mit einer großen Menge an Aufmerksamkeit des Personals. Für den passenden Wein, wurde uns der Sommelier des Hauses empfohlen, welcher mit einem breiten Grinsen an unseren Tisch trat (kein Wunder, regelmäßiger Weinkonsum macht offensichtlich glücklich). Die Flaschen waren uns als „Nicht-Trinker“ dann doch zu viel und auch ein wenig zu teuer, deshalb sollte es an diesem Abend bei einem noblen Viertel bleiben. Vorerst wurde aber noch eine klassische spanische Vorspeise (von gesamt 5 Kellnern) serviert: Brot mit Olivenöl und Salz. Und weil es das „Montauk“ ist, gab es gleich drei verschiedene Salzsorten sowie zweierlei an Öl zur Auswahl. Der Geschmack des gesamten Mahls war einfach nur himmlisch.

Erinnerung von Lukas:
Passend zum exquisiten Fleisch gab es bei der Hauptspeise nun auch hier wieder eine Auswahl – nämlich an verschiedenen Messern, welche nach Auswahl frisch geschliffen und zu Tisch gebracht wurden. Wer aber glaubt, dass nach dem Verzehr der Speisen das große Naschen vorbei war, der irrt. Schlussendlich durfte natürlich auch der Nachtisch nicht fehlen, denn man weiß ja: auch wenn der Magen voll ist, der Nachtisch geht direkt ins Herz. Somit gibt es immer Platz dafür. In einer fahrbaren gläsernen Vitrine wurden uns die verschiedensten Gaumenfreuden präsentiert und im Anschluss sogar aufgeschnitten. Es ist wohl das perfekte Instagram-Video für jeden/jede der/die etwas auf Kulinarik in seinem/ihrem Profil hält (neugierig? Im Highlight „Touching Dreams“ von Dominik‘s Instagram Profil @dominik_klug findest du den Augenschmaus) . Nach langem Überlegen entschieden wir uns für eine gigantische, glasierte Kirsche, deren Stiel ein Schokostangerl darstellte und mit Schokolade, Creme und weiteren Kirschen gefüllt war. Dazu kam der klassische Schokokuchen. Zugegeben, nicht ganz klassisch: dieses Exemplar zeigte sich von dreierlei Schokosorten umhüllt und trug als Topping einen Batzen Gold. Da mussten wir grad zweimal hinschauen und in großer Angst um unsere Rechnung fragten wir noch nach, wie echt das Gold denn sei, das da auf unserem Nachtisch trohnte. Die Tatsache, dass es sich um echtes, essbares Gold handelt, ließ unseren Herzen wieder in den gefährlichen Bereich der Rhythmusstörungen kommen, aber mit einem Arzt am Tisch macht man sich dann doch weniger Sorgen. Unterm Strich ist das kulinarische Verwöhnprogramm sein Geld aber auf jeden Fall wert. Retrospektiv: Für den überragenden Service, den Komfort und den „Ausflug ins Schlaraffenland“ ein fairer Preis und unserer Meinung nach: Totally worth it!

Gesättigt tummelten wir uns nach dem Essen und dem obig-erwähnten Interview mit dem unglaublichen Jeremiah Asiamah ins Partygeschehen. Wie oben erwähnt stand an diesem Abend Tinie Tempah auf der Ushuaia-Bühne und nachdem wir uns vom Whirlpool unserer Terrasse aus die Pre-Party angesehen hatten, stürzten wir uns in die Menge. Ein neues Bühnenbild, ein neues Feuerwerk, eine überragende Stimmung und unzählige Hip-Hop tanzende Männer und Frauen, die begeistert den Tag zur Nacht machten: Hier fühlt man sich wohl – hier fühlt man sich zuhause!

Im Anschluss an die Show, die der gestrigen an nichts nachstand, folgt wieder ein großer Entscheidungsfindungsprozess. Wohin als nächstes? Das brandneue „HI“ gleich nebenan klang vielversprechend, entsprach jedoch aufgrund dessen, dass es noch sehr früh war, nicht wirklich unserem Geschmack. So zogen wir weiter in eine Bar namens „Keeper“, die leider zum Aussterben bedroht leer erschien, dafür aber im Vergleich zu den anderen Locations kostenlos war.


Erinnerung von Dominik:
Die Nacht war noch jung und so zogen wir los um eine Runde am Yachthafen zu drehen. Wir bestaunten die Boote, deren Beiboote, Hubschrauberlandeplätze und Jet-Ski‘s und gelangen schlussendlich zum Yachtclub von Ibiza. Dort feierte die Creme de la Creme bereits ausgelassen in Kathy Guetta’s Club (Ex-Frau von David Guetta). Vorbei an Ferraris und Lamborghinis fragten wir am Empfang ob wir uns zur Privatparty gesellen dürfen. Was am Anfang verneint wurde, wurde dann beim kurzen Blick auf unsere Hotel-Bänder dann plötzlich doch ein entschuldigendes „Oh, ja natürlich“ und für einen etwas teureren Eintritt wurde uns der Besuch dann bewilligt, was uns somit zu später Stunde tatsächlich noch zu einer hochkarätigen Party brachte, in der es nur so wimmelte von schönen Menschen, noch schöneren Abendkleidern und Preisen (bei denen man locker die ein oder andere Null am Ende wegstreichen könnte). Die teuerste Flasche auf der Karte belief sich auf läppische 64.000 Euro. Und ja, es gab Menschen die tatsächlich diese Flasche wie eine Trophäe am Tisch stehen hatten. Wir selbst traten etwas leiser und gönnten uns ein Red Bull, welches für den siebenfachen Wert des Standardpreises zu erwerben war. Um uns der Kultur im Club anzupassen trainierten wir unsere Gesichtsmuskulatur um das Dauergrinsen wegzubringen, aber wer Lukas und mich kennt weiß, dass dies so ehrlich gesagt kaum möglich ist oder war. Dennoch lernten wir einen deutschen DJ und sein Security-Personal kennen, welches uns freundlich dazu einlud in einem anderen Club weiterzufeiern. Zugegeben: Die Party hatte es in sich, jedoch müssen wir uns an diesem Punkt schon fragen wo denn das Limit der Welt liegt. Die Antwort liegt wohl auf der Hand: In Ibiza gibt es wohl keine Limits. Die Afterparty fand auf den jeweiligen Yachten der TeilnehmerInnen statt. Ohne offizielle Einladung kam man da wohl auch als DJ nicht hin und so verabschiedeten wir uns gegen halb 3 Uhr früh in die Nacht hinein.

Mit Stil zurück ins Hotel, oder so ähnlich – Erinnerung von Lukas

Während Dominik vermutete, dass der Abend an der Stelle eigentlich beendet war, kam Lukas noch eine ganz andere Idee. Denn fest steht: Dieser Abend war ein ganz besonderer. Und weil er auch so enden sollte bestellten wir uns, als Geburtstagsgeschenk für Dominik, einen Limousine-Service für den Rücktransport ins Ushuaia-Resort. Während der DJ mit einem Taxi zur nächsten Location fuhr, gönnten wir uns daher die Edel-Karosserie  zu zweit. „Zu zweit in einer Limo? Total langweilig.“ Ehrlich gesagt: Nein! Und es sollte auch nicht beim „zu-zweit-sein“ bleiben.

Auf dem Weg zurück ins Hotel legten wir mehr oder minder die teuerste Klopause ein, die wir je hatten, denn für den Eintritt im Club zahlte ich 30,00 € um lediglich die Toilette zu besuchen. Als ich mich zurück zur Hummer-Limousine begab wurde ich auf halbem Wege von dem türkischen Duo angesprochen, welches wir in der Nacht davor im Pacha kennengelernt haben. „Wo ward ihr?“, fragte mich die Eine der Beiden, die ich liebevoll Lahmacun nannte. „Unterwegs“, lachte ich. „Mit was?“, hakte sie nach…“Damit“, grinste ich und zeigte auf das Auto, doch auch Dominik war nicht mehr alleine: Er hatte sich in der Zwischenzeit mit 3 Mädels und zwei Jungs aus Ibiza angefreundet, die wir neben Lahmacun und ihrer Freundin zur After Show bzw. After Show – Party zu uns in die Limo und in unsere Suite einluden.

Nachdem wir den akribisch-genauen (aber nicht weniger freundlichen) Registrierungsprozess im Hotel für „externe Zimmergäste“ hinter uns gebracht hatten, knallten die Korken – auf einen erfolgreichen letzten Abend im Ushuaia, bevor es morgen Abend dann wieder zurück nach Österreich gehen sollte. Endlich gab es die passende Gelegenheit, die vier hart-verdienten Flaschen Champagner, die uns unter Anderem zu Ehren von Dominiks Geburtstag und unserem Besuch vom Ushuaia mit feinster Schokolade gesponsert worden waren, unter die Haube zu bringen und nach ausgelassener Party bis in die frühen Morgenstunden mit Musik, Whirlpool und neuen Freunden schafften wir es erst gegen Sonnenaufgang, diese bisher-so-fremde Welt in unserem King-Size-Bett zu verabschieden.


The Show Must Go On – Tag 2

Erinnerung von Dominik:

Von Ausschlafen selbst konnte jedoch auch am Tag 2 leider nicht die Rede sein. Schließlich lockte hier wieder das gigantische Frühstück, von dem wir keine Sekunde verpassen wollten. Im Anschluss daran fiel uns dann doch der Schlafmangel in den Nacken, der darin resultierte, dass wir viele Stunden vor der Abreise am Hotel-Pool verbrachten und die Reste unserer Champagner-Flasche an andere Hotel-Gäste verschenkten. Dabei lernten wir unter Anderem den deutschen – in Barcelona lebenden Club-Betreiber Christian Cramer kennen, der unter Anderem von Belvedere Vodka zum Netzwerk-Treffen eingeladen wurde. Ein spannender Charakter mit einer absolut interessanten Erfolgsgeschichte und einem motivierenden Instagram-Kanal (@cramerbcn). Um ein letztes Erlebnis aus den letzten Stunden Ushuaia mit auf den Rückflug zu nehmen haben wir uns abschließend dazu entschlossen den Spa-Bereich des Ushuaia-Hotels zur Regeneration ausfindig zu machen und zu nutzen. Hier wurden wir 80 Minuten in bester Qualität mit feinstem Öl massiert, während wir uns von entspannender Musik berieseln ließen. Und wer glaubt, dass nur Frauen massieren können, der hat sich in diesem Hotel noch nicht von Männern massieren lassen. Ganz ehrlich: Da war die Massage in Thailand nur ein Vorgeschmack, der zwar einiges günstiger war, aber auch von der Qualität nur im Ansatz an das herankommt, was wir im Ushuaia erleben durften. Einfach himmlisch!

Mit dem Gefühl einer neugeborenen Öl-Sardine und dem Geruch eines parfümierten Moschus-Ochsen konnte so einem erfolgreichen Flug nach Hause nichts mehr im Wege stehen. Während diesem gönnten wir uns dann endlich unseren wohlverdienten Schlaf. Wovon wir geträumt haben? Schwer zu sagen, wenn man den Traum direkt hinter sich lässt. Und der ist in Ibiza wohl so intensiv wie kaum anderswo. Eine Welt, die für sich selbst existiert. Eine schöne Welt, der wir sicher nicht auf ewig den Rücken zudrehen werden.

Post Author
Lukas GlobeTrotter
Life showed me that whatever you do - rather your failing or not - gives you experience and step by step i started to realize how beautiful it is to live.

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