Die innere Stimme besiegen

Dein größter Feind kommt von Innen. Ist nicht so? Dann frage dich mal, wer am Sprungturm zu dir gesagt hat, dass das zu hoch ist und du das garantiert nicht packst, frag dich, wer dich bei Herausforderungen ständig bremst und es auf die lange Bahn schiebt? Diese Stimme kommt meist von Innen (oder vom alles-andere-als-sozialen-Schwimmtrainer der denkt, dass er über Kritik zu deinem Erfolg beiträgt – Idiot). 

Wie oft passiert es uns, dass wir uns in unserem Selbst dabei erwischen uns einzureden, nicht gut genug für etwas zu sein, oder etwas nicht schaffen zu können. Dabei ist es die Limitierung deines Selbsts die dich bremst. Zu erkennen ist das vorallem dann, wenn du dich in etwas übst, was „logisch“ messbar ist. Beispielsweise ein Marathon. Erzählt dir jemand, dass der Rekordlauf des Sprinters Usain Bolt 2008 auf 100 Meter bei 9,58 Sekunden liegt, bist du deiner inneren Stimme bereits ausgesetzt. „9,58 Sekunden läuft der schnellste Mensch, das bedeutet, dass ich das niemals erreichen kann.“ Dabei erzählt Usain Bolt selbst, dass er nie wusste, wie schnell der schnellste Läufer lief und dies grundsätzlich auch Geheimrezept zu seinem Erfolg war. Er war schnell. Und genau darauf kommt es an.

Die innere Stimme ist Freund und Feind gleichzeitig. Wenn es darum geht ein Bad in einem Tümpel aus Krokodilen zu machen, umwickelt von lecker-labrigem Pferdefleisch, dann ist die innere Stimme, die hoffentlich an dieser Stelle „Nein!“ schreit, garantiert die richtige Wahl für dich. Dennoch wird die innere Stimme auch dann oft aktiviert, wenn es ungut ist, weil man sich eigentlich gerade etwas Neuem aussetzt, was die Komfortzone erweitern könnte. Veränderung? Will deine innere Stimme aber meist am Wenigsten und so kümmert sie sich darum, dir ständig zu sagen, dass du bestimmte Dinge nicht machen sollst. Auch beispielsweise das Ansprechen anderer Menschen.

Im Gespräch mit fremden Menschen ist deine innere Stimme im Allgemeinen der vorsichtige Part in dir. 
Die Erfahrungen, die du in deinem Leben gemacht hast waren nicht immer positiv mit fremden Menschen? Dann ist dies genau der Grund, warum deine innere Stimme hier aussetzt und sagt „Nö, ist mir unsympathisch. Der lügt dich bestimmt nur an.“ Diese Einstellung erspart dir vielleicht Stress und komplexe emotionale Achterbahnfahrten mit neuen Individuen, nimmt dir und deinem Gegenüber aber auch im Vornhinein die Möglichkeit sich gegenseitig kennenzulernen. Dabei ist das Leben eigentlich – meiner Meinung nach – dazu geeignet Menschen kennenzulernen, ihnen eine Chance zu geben und jeder Mensch wird von mir von 0 auf betrachtet, ohne dass ich Erfahrungen im Vornhinein aktiv in den neuen Kontakt hineininterpretiere. Das gibt meinem Gegenüber die Möglichkeit sich neu zu präsentieren und mir die Chance einem Individuum näherzukommen, welches sich mir auch sehr positiv gegenüber äußern könnte.

„Die innere Stimme ist die Summe deiner Enttäuschungen“ – Lukas Wagner

Lass dich nicht lumpen, beginne zu pumpen
Wenn du deine innere Stimme besiegen willst, dann geht es erstmal darum herauszufinden, wo die Ursachen dafür liegen. Sind es negative Erfahrungen deiner Vergangenheit, die noch heute daran nagen, dir tagtäglich zu sagen, dass du nicht „gut genug“ bist? Für wen gut genug? Für die Anderen? Musst du das sein? Frage dich woher diese Gedanken kommen und dann verstehe sie. Akzeptiere ihre Herkunft und entscheide dich dafür, sie zu verabschieden. Das kannst du in einem Ritual machen, indem du sie auf einen Zettel schreibst und verbrennst, oder aber einfach im Stillen nur für dich. Kommt ein negativer, innerer Gedanke auf, reflektiere seine Herkunft und entscheide dann nochmal komplett neu: Was bringt dir deine geplante Aktivität? Was verspricht es dir? Ist es wirklich so gefährlich, wie deine innere Stimme glaubt? Am Ende bist du es selbst, der die Entscheidungen trifft. Also lass dir die Entscheidung von niemandem Dialog.

Ich selbst finde es wahnsinnig spannend, welche Gespräche Menschen mit ihrer inneren Stimme führen.
Daher erzähle mir gerne deine persönlichen Erfahrungen im Kommentarbereich.
Gerne beantworte ich auch persönliche Fragen im nächsten Blogartikel.

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Lukas GlobeTrotter
Life showed me that whatever you do - rather your failing or not - gives you experience and step by step i started to realize how beautiful it is to live.

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